Homerent.de Blog: Mit Unternehmungstipps für Ihre nächste Reise

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Kölner Dom: Wahrzeichen des Rheinlandes

Kölner Dom: Wahrzeichen des Rheinlandes

Zu Besuch im Kölner Dom

Die Rheinmetropole Köln ist nicht nur ein beliebtes Reiseziel, sondern kann auch mit der meist besuchten Sehenswürdigkeit, dem Kölner Dom, auftrumpfen. Knapp 20.000 Besucher zählt der sakrale Bau täglich. Das mag wohl auch an seiner imposanten Höhe von 157,38 m liegen, denn damit gilt der Kölner Dom als das europaweit zweithöchste Kirchengebäude. Die römisch-katholische Hohe Domkirche Sankt Petrus (der eigentliche Name der Kathedrale) wurde im Jahre 1996 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Es ist kaum zu glauben, dass die Kölner gut 630 Jahre benötigten, um den im 13. Jahrhundert begonnen Bau ihres imposanten Gotteshauses zu vollenden. Es wird vermutet, dass an selbiger Stelle schon zur Römerzeit ein Kirchenhaus gestanden haben soll. Darauf weisen jedenfalls Ausgrabungsfunde hin. Später folgte die Errichtung des Alten Doms, dem Holdebold-Dom, der 873 geweiht wurde. Nachdem allerdings der Kölner Erzbischof Rainald von Dassel von seiner Mailandreise im Jahre 1164 ein Geschenk des Kaisers Friedrich I. mit nach Köln brachte, nämlich die Reliquien der Heiligen Drei Könige, reichte fortan der einstige Dom nicht mehr aus, denn von nun an reisten mehr und mehr gläubige Pilger in die Stadt am Rhein, um die Gebeine der Heiligen anzubeten.

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Schokoladenmuseum Köln

Schokoladenmuseum Köln

Ausflugsziel im Rheinauhafen Köln für die ganze Familie

Es gibt sie in sahniger Vollmilch, edler Zartbitter und vanilliger Weißer Variante – die sündhaft süße und oftmals kalorienhaltige Nascherei Schokolade. Die Deutschen lieben sie wie keine andere Süßigkeit, denn es wird ihr nachgesagt, uns Menschen glücklich machen zu können. Und das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen. Manche schlingen sie vor Gier herunter andere genießen es, wenn ein Stück Schokolade langsam auf der Zunge schmilzt und sich die kakaohaltige Süßware im Mundraum verteilt. Mittlerweile gehört sie wie selbstverständlich zu unserem alltäglichen Leben und allzu oft ist sie Teil unserer regelmäßigen Ernährung. Dass dies jedoch nicht immer so war, zeigt das Schokoladenmuseum im Kölner Rheinauhafen. Nachdem Dr. Hans Imhoff seine erfolgreiche Schokoladenfabrik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts eröffnet hatte, folgte 1993 auf seinen Wunsch hin für unglaubliche 53 Millionen Deutsche Mark der Bau des Schokoladenmuseums am linken Rheinufer Kölns. Seitdem wird der Familienbetrieb regelmäßig erweitert und mit Leidenschaft geführt. Mittlerweile schon in zweiter Generation. Unzählige internationale Touristen besuchen jedes Jahr das populäre Schokoladenmuseum am Rhein. Auch ich war schon mehrfach dort, weil es immer wieder Neues zu entdecken und Köstliches zu Probieren gibt.

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Gasometer Oberhausen

Gasometer Oberhausen

Ausstellung im Gasometer im CentrO Oberhausen

Stolz ragt er hervor. Mitten im Ruhrgebiet. Im CentrO Oberhausen. Als Wahrzeichen der Stadt. Mit 117,5 m Höhe und einem Durchmesser von 67,6 m überragt er einen Großteil des Ruhrpotts. Der Gasometer wurde 1929 als deutschlandweit größter Scheibengasbehälter gebaut für unglaubliche 1,74 Millionen Reichsmark. Vorerst wurde er mit Gichtgas befüllt und später mit dem hochwertigeren und teureren Koksgas, wovon der Gasometer bis zu 347.000 Kubikmeter speichern konnte. 1945 wurde der Turm stillgelegt, um Reparaturarbeiten vorzunehmen. Hierbei brach allerdings ein Brand aus. Anschließend wurde das Fundament abgetragen und der Gasometer bis Ende der 40er Jahre wiederaufgebaut. Erst 1988 wurde der Scheibengasbehälter ganz stillgelegt und es folgte der Umbau zur Ausstellungsfläche, wo auch regelmäßig Theaterstücke und Konzerte stattfinden. Heute gehört der Gasometer zu dem in Europa größten Erlebniszentrum mit einer Fläche von 119.000 qm. In der Einkaufsgalerie können die jährlich 23 Millionen Besucher in bis zu 200 Geschäften shoppen und im Foodbereich zwischen verschiedenen Fastfood-Leckereien wählen. In der König-Pilsener-Arena finden Basketball-Länderspiele, musikalische Darbietungen von beispielsweise Schiller oder Comedyauftritte von Luke Mockridge statt. Wenn Sie sich lieber etwas austoben und sich Ihrer Höhenangst stellen möchten, ist dazu der Hochseilgarten der ideale Ort. Kulturinteressierte besuchen das Schloss Oberhausen mit der Ludwig Galerie, Familien begeben sich in die Unterwasserwelt des SEA Life und viele Jugendliche zieht es abends gerne ins Kino. Eine Reihe von Restaurants bietet verführerische Köstlichkeiten aus Italien, Spanien, Griechenland und natürlich auch aus den USA sowie vielen weiteren internationalen Küchen. Bevor ich mir aber eine der Leckereien gönne, steht mein Besuch des Gasometers an. Derzeit läuft (bis 30.12.2016) die Ausstellung „Wunder der Natur“. Ich habe nun zwei Möglichkeiten, den Gasometer zu betreten. Entweder ich starte unten in der Ausstellung oder steige die 592 Gitterstufen bis zur Aussichtsplattform hinauf. Da ich mich selbst gut kenne und ich nicht vorhabe, meinen Ausflug außer Puste und mit Schwindelgefühl, denn ich gebe zu, an einer leichten Höhenangst zu leiden, zu starten, betrete ich das Erdgeschoss.


Zuerst fokussiere ich den gut ausgeleuchteten Empfangsbereich am Eingang. Da ich immer gerne möglichst viele Informationen sammeln möchte, und mir in der Regel die kleinen Beschreibungen nicht ausreichen, gönne ich mir einen der bunten Audioguides mit der Synchronstimme einer meiner Lieblingsschauspieler. Es handelt sich doch tatsächlich um die deutsche Stimme des Robert de Niro. Ein wenig überfordert, beginne ich meine Erkundungstour, wie sich später herausstellt, erst an der dritten Station. Fälschlicherweise denke ich, wird die Ausstellung wie im Kreisel durchlaufen. So höre ich de Niro’s Beschreibungen oft in ungeordneter Reihenfolge. Da die Stationen allerdings für sich stehen, habe ich dadurch dennoch keinen Nachteil. Genauestens begutachte ich die überdimensionalen Fotoleinwände und Bildschirme mit kleinen Filmausschnitten. Die Szenen und Porträts stellen das Leben der Tiere und Pflanzen dar. Spektakulär ist für mich der Kurzfilm zur Entstehung eines Embryos. Ich beobachte, wie aus einer Erbse ein winziges Menschenkind mit tretenden Beinen, Fingern und Zehen wird. Es beeindruckt mich, die Entwicklung des hier abgebildeten Embryos bis zum Kleinkind im Schnelldurchlauf miterleben zu können. Kaum vorstellbar, dass ich selbst einst –vor drei Jahrzehnten – so winzig und zart war. Doch nicht nur der menschliche Embryo versetzt mich in Staunen. Auch der eines Pferdes. An den Hufen erkenne ich, um welches Lebewesen es sich hierbei handeln mag. Ich entdecke Insekten und weitere kleine Tiere in Großaufnahmen, die detailliert den facettenreichen und perfekten Aufbau ihrer Körper zeigen. Wussten Sie, dass einige dieser Wesen Komplexaugen haben? Nein, auch ich habe noch nie zuvor davon gehört. Dieses Organ besteht aus unzähligen kleinen Einzelaugen, die mit einem eigenen Nervende verbunden sind. Diese vielen kleinen Ausschnitte werden zu einem grobkörnigen ganzen Bild zusammengesetzt. Mit fast 360° Grad Umsicht. Unfassbar, oder? Diese und viele weitere spannende Informationen über verschiedene Tierarten erfahren Sie in der Ausstellung. Ebenso war mir unbekannt, dass ausgerechnet der Orang Utan als Menschenaffe als Einzelgänger gilt oder eine bestimmte Schmetterlingsart in einem Drei-Generationen-Flug unzählige km Strecke bis zu ihrem Ziel zurücklegt. Da frage ich mich, was wir Menschen uns auf unsere Spezies einbilden, wo es doch so viel talentiertere Lebewesen auf dieser Erde gibt. Auf einem Bildschirm vor mir präsentieren einige Vogelarten ihr Balzverhalten. Manch ein Männchen hat nahezu etwas von einem Stalker, wie es mit aufgestelltem Federkleid vor dem angebeteten Weibchen hin und her hüpft.

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Aber die Tierwelt muss auch überleben und kann überaus brutal und egoistisch sein. Ich beobachte in einem Kurzfilm, wie ein Krokodil in aller Ruhe einer Herde trinkender Gnus auflauert und sich langsam dem Ufer nähert. Plötzlich schnappt das großmäulige Tier zu und erfasst eine der afrikanischen Antilopen am Bein, während die anderen Herdenmitglieder um ihr Leben rennen. Sein Opfer hat nicht die geringste Chance. Nach kurzer Zeit und dem erfolglosen Versuch, seinem Feind zu entkommen, erkenne ich in dem Blick des Gnus, wie es aufgibt und seinem Tod ins Auge sieht. Erschreckend. Zwischendurch fühlt es sich an, als bliebe mein Herz stehen. Aber auch das ist Teil des Lebens und ewigen Kreislaufs. Eins der Leinwandbilder wurde vor einigen Jahren preisgekrönt. Die Fotografin wurde daraufhin von vielen Tierliebhabern mit Verachtung und Beschimpfungen bestraft. An einem heißen Tag hatte sie beobachtet, wie zwei Geparden einer jungen Antilopen auflauern, sie jagen und final fangen und zerfleischen. Auf dem ausgestellten Bild ist die Szene zu erkennen, in der die Raubkatzen kurz davor sind, das Jungtier zu packen. Viele Kritiker werfen der Fotografin vor, sie hätte die Antilope durch einen Zuruf warnen können, stattdessen habe sie die Szenerie reglos beobachtet. Ihr Verhalten hatte Sie mit der Begründung verteidigt, dass auch diese Grausamkeit zu dem täglichen Überlebenskampf gehöre und sie sich in den Lauf des Lebens nicht einmischen wolle. So schrecklich es auch wirken mag, ich denke, wir Menschen greifen schon allzu oft zum Nachteil der Tiere in Ihr Leben ein und stellen wohl den weitaus größten Feind dar.

Auf der zweiten Etage der Ausstellung werden hauptsächlich Pflanzen präsentiert. In extremer Nahaufnahme kann ich verfolgen, wie die Fotosynthese funktioniert. Während der Schulzeit ein eher langweiliges Thema, wirkt der Vorgang hier äußerst spannend. Ebenso die Fortpflanzung der botanischen Gewächse. Ich erfahre, dass sie ihre Blütenfarben beispielsweise den Bienen anpassen, um damit die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, bei der Abgabe von Blütenstaub zu gleichartigen Pflanzen weitergetragen zu werden und sich dadurch vermehren zu können. Aber auch Korallen sind überaus intelligente Lebewesen, die in Symbiose mit verschiedenen Fischarten leben. Die knallige Farbenvielfalt auf dem vor mir hängenden Bild erschlägt mich nahezu.

Nach etwa zwei Stunden habe ich mit der Hilfe von Robert de Niro einen Bruchteil der vielen Wunder der Natur erkunden können. Über eine Treppe erreiche ich einen großen Saal, in dem ich nun aus der Perspektive eines Astronauten auf unsere Weltkugel blicken kann. Über mir hängt in 100 m Höhe ein 20 m großer Ballon, der ausgeleuchtet wird. Via 58 Millionen Pixel wird der Wandel der Welt samt Tag- und Nachtrhythmus dank Satellitenbilder dargestellt. Ich setze mich auf eine der Stufen und beobachte das eindrucksvolle Schauspiel, bevor ich mich in den Aufzug bis hinauf zur Aussichtsplattform begebe. Von hier aus habe ich einen Rundumblick auf die Ruhrpottstadt Oberhausen. Natürlich – das Ruhrgebiet glänzt nicht gerade mit eindrucksvollen und architektonischen Meisterleistungen, dennoch genieße ich die Aussicht und bin doch von den vielen Grünflächen überrascht. An dieser Stelle lasse ich meinen heutigen Ausflug vor meinem inneren Auge Revue passieren und bin kaum fähig, die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Eine wirklich tolle Ausstellung.

Gasometer Oberhausen Wunder der Natur  Gasometer Oberhausen Wunder der Natur2  Gasometer Oberhausen Wunder der Natur3

Informationen zur Ausstellung im Gasometer

Preis: 10,00 € für Erwachsene

Audioguide: 3,00 €

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 18.00 Uhr

Führungen: offene Führungen werden am Wochenende um 14.00 Uhr für zzgl. 3,00 € pro Person angeboten

Übernachten Sie in unseren Zeitwohnungen in Düsseldorf

Die Ruhrpottstadt Oberhausen liegt in der Nähe unserer Ferienwohnungen in Düsseldorf (ca. 40 km Distanz) und hat neben dem Gasometer auch das CentrO selbst mit unzähligen Attraktionen zu bieten. Besuchen Sie daher frühzeitig unsere Zeitwohnungen in Düsseldorf am Rhein für Ihren nächsten Urlaub mit der Familie und erkunden Sie neben dem Rheinland auch das Ruhrgebiet. Unsere Unterkünfte verfügen über eine voll ausgestattete Küche, ein eigenes Badezimmer, Bettwäsche, Handtücher, WLAN und teilweise auch eine Waschmaschine. Die Zeitwohnungen befinden sich in zentraler Lage und nächster Nähe diverser Haltestellen. So erreichen Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine Großzahl Ihre Reiseziele in der Nachbarstadt. Auch für Messebesucher eignen sich unsere Ferienwohnungen. Gerne stehen wir Ihnen beratend bei der Buchung zur Seite.

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Städtereise: Römisch-Germanisches Museum Köln

Städtereise: Römisch-Germanisches Museum Köln

Wir reisen zurück zur Entstehungsgeschichte Kölns mit einem Besuch des Römisch-Germanischen Museums

Unsere Stadt am Rhein, die besondere Bekanntheit durch ihren gotischen Kölner Dom samt jahrhundertewährender Entstehungsgeschichte und ihre Feierfreude zur Fünften Jahreszeit erlangt hat, gehört zu den ältesten deutschen Städten und hat eine römische Vergangenheit vorzuweisen. Schon 19 Jahre vor Christi beginnt die Historie der heutigen Rheinmetropole mit der Gründung des Oppidum Ubiorum unter dem Feldherrn und späteren Statthalter Marcus Vipsanius Agrippa. Als Colonia Claudia Ara Agrippinensium (CCAA) entwickelte sich das einstige Legionslager zur Hauptstadt der römischen Provinz Germania inferior. Bis die Franken über CCAA einbrachen, blieben die Römer das vorherrschende Volk. Kaum vorstellbar, wenn ich heute durch die Straßen wandere und versuche, mir vor Augen zu führen, wie hier auch einst die Römer auf- und abgingen. Zwischen den modernen Häusern erinnern nämlich nur noch wenige Überbleibsel an die Stadtgründer und ihr Leben am Rhein. Um einen besseren Eindruck zu gewinnen, besuche ich daher heute das Römisch-Germanische Museum an der Domplatte am Roncalli-Platz. Leider habe ich zuvor nicht auf die Öffnungszeiten geachtet. Das Museum hat nämlich nur bis 17 Uhr geöffnet. Also habe ich nun noch eine gute Stunde Zeit, in die römisch-germanische Geschichte einzutauchen. Ich gebe schnell meine übergroße Handtasche an der Garderobe ab und stehe schon vor der ersten Vitrine. Ausgestellt mit Gläsern und Gefäßen aus römischer Zeit. Doch bevor ich mich zulange an den Kleinigkeiten aufhalte, möchte ich erst das große Ganze genauestens begutachten. Ich stehe auf einer der untersten Stufen im mittleren Treppenhaus und erblicke einen überdimensionalen Grabbau.


Schon zuvor bei einer Stadtführung hatte die entsprechende Führerin auf dessen Ausgrabungsgeschichte hingewiesen. In den 60ern hatten zwei Brüder bei Freilegungen im eigenen Garten die römischen Reliquien entdeckt und diese heimlich über mehrere Jahre hinweg mit einem kleinen Team aus Freunden an die Oberfläche geholt. Zum Vorschein kam ein fast 15 m hoher Grabsteinbau des Legionärs Poblicius von 40 nach Christi. Eine spannende Geschichte, wie die jungen Menschen einen Stein nach dem anderen aus dem Untergrund hievten. Allzu viel ist leider nicht zu dem Legionär bekannt, der während seiner Zeit in CCAA zu großem Ruhm und Reichtum gelangt sein musste, sonst hätte er sich ein solch imposantes Grabmal niemals leisten können. An den Seiten des Steines entdecke ich den Hirtengott Pan und oben thront zwischen den Säulen der ehemalige Legionär. Fundstelle des Grabmals war das Severinsviertel. Dieser Ort ist ziemlich typisch als Grabfläche für die damalige Zeit, da Verstorbene außerhalb der Stadtmauer entlang der Straße begraben wurden. Wer in vorderster Reihe stand, war von besonderer Bedeutung. Laut des Museumsleiters Herrn Dr. Trier werden diese Art an großen Grabbauten nur selten gefunden, da einerseits viel Glück mitspielt und andererseits ein Großteil der Baukomponenten, wie die Steine, wiederverwertet wurden.

Plötzlich entdecke ich über meiner rechten Schulter das Medusengesicht. Laut dazugehörigem Text war diese Maske vermutlich einst Teil des Venus- und Romatempels am Forum Romanum. Wer kennt die sagenumwobene Geschichte der Medusa nicht? Wie ihr Blick andere zu Stein erstarren lässt. Kurzweilig wird mir ein wenig mulmig, bevor ich mich in die erste Etage begebe und mich auf einer riesigen Ausstellungsfläche in dem auf Bauresten einer römischen Stadtvilla gebauten Museum (1974) befinde. Insgesamt kann ich 4.500 qm erkunden mit verschiedenen Reliquien. Gerade blicke ich auf den rekonstruierten Bogen des Nordtores des einstigen Colonia Claudia Ara Agrippinensium. Darunter thronen mich anstarrende Portraitköpfe. Im Hintergrund befinden sich noch einige weitere, wie frühere Herrscher. Mit teilweise abgebrochener Nase. In direkter Nähe erblicke ich auch ein Modell des Mittelbogens des Nordtores, das in der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts entstand und den Besucher einen besseren Eindruck von dem römischen Bau gewährt.

Roemisch-Germanisches Museum  Roemisch-Germanisches Museum   Roemisch-Germanisches Museum

Ich entdecke unzählige Reliquien aus dem Rheinland zur Urgeschichte bis hin zum frühen Mittelalter. Es sind Skulpturen, Kleinplastiken aus Terrakotta (2. Jahrhundert nach Christi), ein großes Regal an Ton- und Keramikgefäßen, Waffen, Steinwerkzeuge und vieles mehr. Imposant ist auch der rekonstruierte Reisewagen mit vielen kleinen Figuren und künstlerischen Akzenten. Als Frau bin ich besonders fasziniert von den ausgestellten Schmuckstücken. Die goldenen Kronen strahlen mich an und es scheint mir, als wollten sie mir sagen „Auch dein Haupt würde ich glanzvoll schmücken.“. Besonders beeindruckt bin ich von dem goldenen Efeukranz. Direkt vor mir erblicke ich in meiner Fantasievorstellung Iulius Cäsar, wie er würdevoll diese Krone trägt und arroganten Blickes auf sein Volk hinabschaut. Mindestens ebenso interessant ist der Damenschmuck. Auf der einen Seite bewundere ich die Schmuckstücke griechisch-hellenistischer und römischer Damen von 300 vor bis 300 nach Christi. Ich erkenne Mondsichel und die Herakles-Keulen, die man als Amulett mit Kapseln trug. Es heißt, diese Kapseln enthielten vermutlich einen Schutzzauber. Manche Ohrringe haben an den Endungen Raubtierköpfe. Der Großteil des Schmucks wurde aus Goldblech hergestellt. Besetzt mit Edelsteinen. Links daneben liegt der Schmuck der römischen Oberschicht. Noch weitaus prunkvoller. Die goldenen Ringe sind mit Edelsteinen besetzt, in die Figuren geschnitten wurden und als Siegel dienten. Oft zeigte sich hier auch das Abbild des Medusenhauptes – als Schutz. Faszinierend sind auch die Gürtelschnallen mit ihren zarten Verzierungen. Generell ist es überaus beeindruckend, zu sehen, wie filigran und detailverliebt die Römer damals arbeiteten. Was Sie nur mit ihren Händen und Kleinwerkzeugen schufen.

Roemisch-Germanisches Museum  Roemisch-Germanisches Museum  Roemisch-Germanisches Museum

Wussten Sie, dass die erste Rheinbrücke von den Römern erbaut wurde? Einige hölzerne Überreste und ein Modell sind in diesem Museum ausgestellt. Genauso können Sie Wandmalereien bewundern, die einst im Rheinland gefunden wurden. Auch hier werden wieder göttliche Abbilder und sagenumwobenen Figuren präsentiert. Doch für mich ist es an der Zeit, mich auf die unterste Etage des Museums zu begeben. Hier nämlich erwartet mich das Dionysosmosaik und damit eins der weiteren weltberühmten Ausstellungshöhepunkte. Ebenjenes wurde 1941 in der Nähe des Doms gefunden, das Teil des Speisesaals eines Peristylhauses im mediterranen Stil war. Dieses Haus bestand aus einem Perystil (rechteckiger Hof) und in dessen Mitte befand sich ein Brunnen. Erbaut um 50 nach Christi. Und 230 nach Christi wurde dieses um das Triclinium samt Dionysosmosaik erweitert. Auch andere Räume des Hauses enthielten Mosaikkunstwerke und Wandmalereien. Das Dionysosmosaik besteht aus 27 mehrfarbigen Medaillons. Ein Großteil zeigt den Gott des Weines, der Freude, der Trauben, der Fruchtbarkeit, des Wahnsinns und der Ekstase. Sehr sympathisch, wie ich finde. Einige aber bilden Vögel, Früchte und auch die Jahreszeiten ab. Insgesamt besteht das Gebilde aus gut 1,5 Millionen tessarae (Steinplättchen aus Naturstein, Ton und Glas). Zu noch größerer Berühmtheit gelangte das Mosaik 1999, also die Staats- und Regierungschefs zum G8-Wirtschaftsgipfel riefen und gemeinsam auf den Steinplättchen, die mit einer Schutzplatte vorab bedeckt worden waren, speisten und zusammen mit Dionysos einander zuprosteten. Was für ein Meisterwerk! Und welch‘ Geduld die Künstler damals hatten, so ein Bildnis entstehen zu lassen! Ich bin mal wieder überaus beeindruckt.

Roemisch-Germanisches Museum  Roemisch-Germanisches Museum  Roemisch-Germanisches Museum

Im den hinteren Bereichen dieser Ausstellungsfläche sind Grabmäler, Grabsteine und Beigaben der germanischen, keltischen und der Merowingerzeit ausgestellt. Dazu zählen Keramikgefäße, Stein- sowie Metallobjekte. Gerne wurde den Toten auch eine Münze für den Fährmann auf die Zunge gelegt, um den Übergang zu ermöglichen. Der Umgang mit dem Tod war ein ganz anderer als in der heutigen Moderne, in der mehr und mehr Menschen ihren Glauben in Frage stellen und aus der Kirche austreten. Die Rolle der Götter zur Antike spiegelt sich nicht nur in der Architektur und den genannten Fundstücken wider. Die Götter waren Teil des Lebens und des Todes.

Zum Schluss durchwandere ich noch die Sonderausstellung „Zerbrechlicher Luxus“. Weltweit kann das Römisch-Germanische Museum die größte Sammlung an römischen Gläsern aus dem 1. bis 4. Jahrhundert vorweisen. In dieser befristeten Ausstellung entdecke ich Glaskunst aus 1000 Jahren antiker Geschichte. Hierbei handelt es sich teilweise um Importe aus dem 1. Jahrhundert vor Christi, die von Syrien und Oberitalien ihren Weg ins Rheinland fanden. Schon im ersten Jahrhundert nach Christi entstanden in CCAA die ersten Glasmanufakturen außerhalb der Stadtmauern, um jegliche Gefahren, wie durch Feuer zu vermeiden. Produziert wurden Gläser, Weinkrüge und Salbfläschchen mit Emailmalereien nach römischer Rezeptur. Einige der Ölflaschen enthalten sogar noch einen Teil ihres Inhalts, wie pflegende Öle und Seifen. Es gibt Nuppengläser und Krüge mit Gesichtern. Das alles galt damals als Luxusgut. Sehr verständlich, steckte doch so viel Arbeit in der Herstellung. Diese Ausstellung können Sie noch bis zum 13. November besuchen. Danach folgt eine neue.

Kurse und Führungen

Das Römisch-Germanische Museum bietet seinen Besuchern auch verschiedene Programmpunkte an. In dem Kurs Römische Rundmühle, lernen Sie, wie Sie ein römisches Spiel herstellen. In verschiedenen Führungen, wie „Das Grabmal des Lucius Poblicius“, „Liebe zur Zeit der Römer“ oder auch „Man liegt zu Tisch: Römische Ess- und Trinksitten“, erfahren Sie noch weitaus mehr über die damalige Herrschaftszeit der Römer.

Römische Überreste in Köln

Auch außerhalb des Museums haben Sie die Möglichkeit, einige römische Reliquien zu entdecken. Dazu zählen das 6 m hohe Ubiermonument, das einst eine Höhe von 12 m maß sowie Teile der römischen Stadtmauer aus dem 1. Jahrhundert nach Christi, die ursprünglich eine Länge von 4 km hatte, zu der 9 Tore und 12 Rundtürme gehörten. In der Tiefgarage unter der Domplatte sind auch noch Reste der Wehrmauer vorhanden. In der Nähe des Zeughauses können Sie den Römerturm, ein Tor und einen Brunnen bewundern. In Weiden befindet sich eine noch gut erhaltene römische Grabkammer und in der Nähe des Doms wurden der damalige Abwasserkanal und die Hafenstraße zu kleinen Teilen freigelegt.

Mein Fazit zum Römisch-Germanischen Museum

Da ich selbst sehr geschichtsinteressiert bin und mich besonders die antike Zeit sehr fasziniert, bin ich begeistert von der Ausstellung des Römisch-Germanischen Museums in Köln. Ich würde aber auch gerne an einer der Führungen teilnehmen, um noch mehr zum geschichtlichen Hintergrund zu erfahren. Denn im Vergleich zum Rautenstrauch-Joest-Museum fehlen mir hier multimediale Ausstellungsbereiche, die den Besuchern die Möglichkeit geben, weitere Informationen zu erhalten, als die die direkt neben dem Ausstellungsstück angegeben sind und eher spärlich ausfallen. Zeitlich würde ich Ihnen empfehlen, ca. 1,5 Stunden einzuplanen und im Anschluss selbst auf die Suche nach römischen Reliquien im Stadtzentrum zu gehen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 17.00 Uhr

Eintrittspreis: 9,00 € pro Person

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