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Besuch des Aachener Doms

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Unternehmen Sie eine Städtereise nach Aachen und besuchen Sie die Marienkirche

Er gilt wohl als der bedeutendste Bau der städtischen Geschichte: Der Aachener Dom. Auf dem Weg in die Carolus Therme legen wir einen Stopp in der Innenstadt, um dieses architektonische Meisterwerk zur besuchen. Überraschender Weise ist an diesem Montag Nachmittag kaum Betrieb in der Fußgängerzone und auch wenige Touristen treffen wir an. So haben wir das Gotteshaus nahezu für uns allein. Natürlich sind wir als Kölner kirchliche Prachtbauten gewohnt, doch der Aachener Dom hat meines Erachtens seinen ganz eigenen Charme. Man wird bei Betreten der Marienkirche nicht direkt erschlagen, sondern fühlt sich zugleich sehr wohl. Sofort strömen unzählige Impressionen auf einen ein. Mir hat es besonders das Deckenmosaik angetan. Aber auch der große Leuchter ist traumhaft schön. Kaum zu glauben, dass der Grundstein solch eindrucksvoller Architektur schon um 796 im Auftrag von Karl dem Großen gelegt wurde und der Bau nur wenige Jahre später seine Vollendung fand. Im Zentrum seines Reiches ließ der damalige König Kirche und Palast (heutiges Rathaus) bauen. Die Marienkirche sollte zum Abbild des vollkommenen Jerusalems werden. Und zwar mitunter aus der Antike stammendem Baumaterial. Gotteshaus und der bis heute erhaltene Thron Karls des Großen nahmen sich den Tempel Salomos zum Vorbild. Demnach führen 6 Stufen zu dem überraschend schlicht wirkenden Stuhl, auf dem zwischen 936 und 1531 mehr als 30 römisch-deutsche Könige nach ihrer Krönung im Altarraum als legitimer Nachfolger Karls des Großen Platz nahmen.

 

Markant sind bis heute die pompösen Karolingischen Säulen. Wussten Sie eigentlich, dass der oktogonale Zentralbau mit zweigeschossigem Umgang auf Überresten einer römischen Thermenanlage gebaut wurde? Nach streng geometrischer Konzeption. Geschmückt mit karolingischen Bronzetüren und Gittern im oberen Teil der Kirche. An den Außenfassaden können Sie Wasserspeier entdecken, die aus Herzogenrather Sandstein geformt und an den Pfeilern angebracht wurden. In der Chorhalle befindet sich auch eine im 15. Jahrhundert entstandene spätgotische Sonnenuhr. An den Pfeilern des Chorpolygons wurden zuvor um 1430 Figuren samt filigranem Baldachin und musizierenden Engeln angebracht. Die Figuren repräsentieren die 12 Apostel, Maria und natürlich Karl den Großen. Seit 1215 lagern im Karlsschrein die Gebeine des einstigen heilig gesprochenen Königs. Auf dessen Längsseiten können Sie 16 Herrscher bewundern. Auf dem oberen Teil lässt sich die Heiligengeschichte Karls nachverfolgen.

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Wallfahrtsort Aachen

Letztendlich entwickelte sich Aachen allerdings aufgrund der in dem goldenen Marienschrein aufbewahrten Reliquien zu einem viel bereisten Wallfahrtsort im Mittelalter. Seit 1239 sollen sich hier angeblich vier originale Heiligtümer befinden. Und zwar das Kleid Mariens aus der Heiligen Nacht, die Windel Jesu, das Enthauptungstuch von Johannes dem Täufer sowie das Lendentuch Jesu. Alle sieben Jahre werden diese Reliquien zur Heiligtumsfahrt öffentlich den Pilgern präsentiert. Für viele Gläubige Grund genug, in die rheinische Stadt zu reisen. 1656 musste der Aachener Dom allerdings ein schweres Schicksal ertragen. Bei dem großen Stadtbrand entstanden viele Schäden an der Marienkirche. Mit den vielen verschiedenen Epochen, die der Aachener Dom durchlebte, erfolgten auch diverse Änderungen und Ergänzungen. So wurde beispielsweise zur Barockzeit der Innenraum mit weißen Stuckierungen und Kuppelmosaik ausstaffiert. Mitte des 19. Jahrhunderts allerdings kam der Wunsch auf, den Originalbau wieder herzustellen, sodass auch die barocken Ausstattungen weichen mussten. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Chorhallenfenster so schwer beschädigt, dass sie durch neue ersetzt wurden, die heute der Marienkirche neuen Glanz verleihen. Das Kuppelmosaik, das die Offenbarung des Johannes und die Anbetung der 24 Ältesten zeigt, stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist bis heute erhalten. An einer 27 m langen Kette hängt von der Kuppel hinab der imposante Barbarossaleuchter, der 1165 von Friedrich I. gestiftet wurde und auf das himmlische Jerusalem verweist. Zuletzt haben 30jährige Sanierungsarbeiten ganze 40 Mio. € verschlungen. Der Dom ist der ganze Stolz der Aachener und erfreut sich auch jedes Jahr hundertausender Besucher. Zu recht wurde der Aachener Dom daher am 8. September 1978 von der UNESCO als erster deutscher Bau zum Welterbe ernannt. Diese Auszeichnung wird im Herbst 2018 mit einer kulturellen und musikalischen Festwoche zelebriert.

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Schatzkammer im Aachener Dom

Nicht nur im Altarraum befinden sich viele eindrucksvolle Reliquien. Insbesondere die Domschatzkammer beherbergt unzählige sehr wertvolle Kostbarkeiten der Jahrhunderte überdauernden Domgeschichte. Auf 600 qm, die sich auf mehrere Ebenen verteilen, können Sie gut 100 Kunstwerke bewundern, die aus karolingischer, ottonischer, spätantiker, staufischer und auch gotischer Zeit stammen. Die eindrucksvollen Messgewände sind zum Teil sogar mehr wert als manche Goldschmiedearbeit. Diese können Sie mitunter bei einer öffentlichen Führung, für die Sie sich in der Dominformation anmelden, besichtigen.

Die Aachener Dombausage

Wie für das Rheinland typisch, gibt es auch zur Dombaugeschichte Aachens eine spannende Sage, von der Ihnen gerne vor der Wolfstür berichtet wird. Demnach heißt es, dass die Aachener Bürger einst das Geld zum Dombau verjubelt hatten und sich nun vor der Rückkehr ihres Königs fürchteten. Als hätte er es gespürt, erschien den Bürgern der Teufel und bot Ihnen ein Geschäft an. So erhielten diese vom Teufel das fehlende Geld und würden ihm im Gegenzug die erste lebendige Seele schenken, die den Dom betrete. Die Aachener allerdings waren ganz ausgeschlafene Leute. Statt des Königs jagten sie eine Wölfin über die Türschwelle, auf die sich der Teufel direkt stürzte und ihr die Seele entriss. Erst langsam stellte er fest, dass es sich um ein für ihn bedeutungsloses Tier handelte und in dem Höllenherrscher staute sich viel Zorn auf. Wutendbrannt knallte er das Portal zu und quetschte sich hierbei dümmlicher Weise seinen Daumen ab. Noch heute ist der Riss der Tür zu erkennen. Wie ich finde, ist auch dies eine ebenso schöne und unterhaltsame Geschichte, wie die des Dombaumeisters Gerhard aus Köln.

Meine Empfehlung

Wenn Sie einen Tagesausflug nach Aachen unternehmen, sollten Sie ausreichend Zeit für den Aachener Dom einplanen. Am besten nehmen Sie natürlich an einer öffentlichen Führung teil, um auch mehr über die Geschichte der Marienkirche zu erfahren. Sollten Sie Fotografieren wollen, so bittet die Verwaltung um die Spende eines Euros. Den haben wir natürlich gezahlt, um Ihnen einige Eindrücke zu gewähren. Wenn Sie gerne Thermen besuchen, sollten Sie im Anschluss in der Carolus Therme halt machen. Ich bin immer wieder begeistert von den verschiedenen Becken, dem Whirlpool und dem Dampfbad. Vorort befindet sich auch ein Parkplatz zum Preis von 3€.

Ich wünsche Ihnen einen erlebnisreichen und erholsamen Ausflug nach Aachen.

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